Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
„Der Teufel hole meinen Ruf!
Eine Arbeit brauche ich!
Ein Einkommen brauche ich!
Ich berste vor Neid, wenn ich eure Frauen, Automobile und eure Landhäuser sehe …“
G. B. Shaw
„Der Arzt am Scheideweg“, 1
(Dr. Ridgeon)
Der Wahnsinn hat Methode ► Lieber eine schlechte Presse als gar keine ► Ein Film von Gerhard-Stefan Neumann ►
Einen schönen guten Tag liebe Zuschauer und Zuschauerinnen, liebe Freunde und Freundinnen …
Influence ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Früher war alles besser? Na ja, zumindest die schlechte Presse! Ich habe mal in meinem umfangreichen Archiv gekramt und gestöbert und dieser Beitrag ist dabei heraus gekommen – ein nostalgischer Blick zurück in die analoge Medienwelt und ein lustiger Ausflug in die tückische Aufmerksamkeitsökonomie der Social-Media-Ära. Viel Spass dabei.
Stellen wir uns vor:
Es ist das Jahr 1985. Du bist ein aufstrebender Künstler, ein ambitionierter Unternehmer oder das nächste große Popsternchen. Dein größtes Problem? Vielleicht, dass deine Radioplatte nur im örtlichen Sender läuft oder dass die Dorfzeitung deine Affäre mit der Sekretärin groß aufmacht – aber hey, wenigstens erzählen sie über dich, und das Tag für Tag!
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Damals war der Spruch „Lieber eine schlechte Presse als gar keine“ nicht nur ein geflügeltes Wort, sondern fast schon ein Mantra. Warum? Weil News noch analog waren, Nachrichten konnten nicht innerhalb von Sekunden global verbreitet werden, und Skandale hatten eine halbwegs humane Halbwertszeit. Ein Shitstorm, bevor es das Internet gab? Fehlanzeige!
Erstens:
Nachrichten brauchten ihre Zeit. Du konntest also erst mal in Ruhe einen Kaffee trinken, während irgendwo die erste negative Schlagzeile gedruckt wurde. Der Schaden? Lokal begrenzt und mit etwas Glück überschaubar.
Zweitens:
Skandale wurden entweder im Abendprogramm diskutiert oder im Radiosender seicht herunter gespült. Die Reichweite war riesig, aber nicht von Dauer und vor allem nicht personalisiert. Man konnte sich also „verschanzen“ – quasi wie eine Schildkröte, die den Kopf einzieht.
Drittens:
Krisenkommunikation bedeutete vor allem eines: Geduld. „Abwarten, Tee trinken und dann nett erklären“ – heute klingt das fast antiquiert, aber früher funktionierte das wirklich oft.
Viertens:
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Ein Image ließ sich nicht mal eben im Minutentakt zerreißen und wieder aufbauen. Es war eher so wie ein großer, schwerfälliger Dampfer auf rauer See: Er braucht Zeit zum Wenden.
Das war einmal und nun Willkommen im Heute und Jetzt – von nun an gehen wir viral – Willkommen im Zeitalter der Aufmerksamkeit.
Willkommen im 21. Jahrhundert! Heute, wo jedes Smartphone als Mini-Live-Studio dient und die Social-Media-Algorithmen wie hungrige Haie am Futtertrog gieren, ist nichts mehr so, wie es war. Jetzt gilt:
Aufmerksamkeit ist die neue Währung:
Und sie wird gehandelt auf den Börsenplätzen von Instagram, TikTok, YouTube & Co.
Emotionen sind das Gold:
Wut, Drama, Empörung – diese Gefühle sorgen für Klicks, Shares und Kommentare.
Kontroverse ist Kalkül:
Influencer und Marken provozieren gezielt, um viral zu gehen und ihre Reichweite zu maximieren.
Cancel Culture macht Jagd:
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Ein Fauxpas genügt manchmal, und schon ist die öffentliche Verurteilung am Start. Screenshots und Videos vergessen nichts.
Nun, meine sehr verehrten Damen und Herren und liebe Freunde und Freundinnen – was bedeutet das konkret?
Ein Fehltritt verbreitet sich heute global, schneller als du „Hashtag“ sagen kannst. Früher dauerte es Tage, bis eine Geschichte Fahrt aufnahm, heute sind es Minuten. Innerhalb von Stunden können ganze Karrieren in sich zusammenbrechen, selbst Jahre später tauchen alte Skandale wieder auf und vernichten das Image.
Die Zeit der gemütlichen Krisen-PR ist vorbei – hier geht es um Sekunden, nicht um Wochen! Wer heute „schlechte Presse“ macht, spielt mit Feuer. Das Risiko, als „der Typ mit dem Skandal“ in Erinnerung zu bleiben, ist größer als je zuvor.
Und jetzt wird es richtig heftig – jetzt geht es zur Sache:
Das Phänomen von „Cancel-Baiting“ und andere skurrile Strategien.
Manche versuchen, die neue Aufmerksamkeitsökonomie zu ihrem Vorteil zu nutzen. „Cancel-Baiting“ heißt die Masche:
Erst eskalieren, dann Entschuldigungs-Video raus, und schon rollt die nächste Welle. Klingt verrückt? Ist es auch!
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Andere setzen auf inszenierte Dramen und polarisierende Statements. Je kontroverser, desto besser – denn die Algorithmen lieben es, wenn Nutzer emotional reagieren und aktiv werden.
Ein gutes Beispiel: Reality-TV-Stars, die ihre eigene Karriere an Bruchstellen bauen und dabei Milliarden Views generieren. Oder Marken, die bewusst zwischen Genie und Wahnsinn balancieren, um in Erinnerung zu bleiben.
Und nun die Frage aller Frage: Wann funktioniert „schlechte Presse“ noch?
Aus meiner langjährigen Erfahrung als Journalist, Schreiber, Texter und Werber bin ich zu folgenden Einsichten gelangt:
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Unbekannte Produkte oder Personen profitieren durchaus von negativer Publicity. Sie schaffen Aufmerksamkeit, die sonst schwer zu bekommen wäre.
Aber bei etablierten Marken ist Vorsicht geboten. Wird das Kernimage getroffen (Ethik, Werte, Sicherheit), kann schlechte Presse mehr schaden als nützen.
In der Unterhaltungsbranche (Musik, Film, Influencer) wirkt Drama oft als Entertainment. Das Publikum konsumiert Chaos gern, solange genug Spaß bleibt.
Normale Unternehmen und Politiker haben oft das Nachsehen. Sie riskieren langfristigen Reputationsverlust, Boykotte und verlorene Geschäftsbeziehungen.
Und dies die Kehrseite der Medaille – Warum Schockstrategie kein Selbstläufer ist.
Viele tappen in dieselbe Falle: Sie setzen auf Skandale, Drama und Provokationen, um schnell viral zu gehen. Klar, kurzfristig kann das gut gehen – mehr Follower, mehr Merchandising Verkäufe, mehr Aufmerksamkeit.
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Aber und ich gebe zu Bedenken:
Die Plattformen ändern sich ständig. Algorithmen werden angepasst, Werbekunden verlangen „Brand Safety“, und die Nutzer werden kritischer.
Das Publikum ist irgendwann müde. Drama und Empörung verlieren ihren Reiz, wenn sie inflationär werden.
Ohne Substanz gibt es keinen nachhaltigen Erfolg. Wer nur Schock liefert, wird zur Lachnummer oder schlimmer: zum „Skandalopfer“, das niemand mehr ernst nimmt.
Und es geht ja noch weiter:
Früher war schlechte Presse meist ein Unfall mit begrenzter Halbwertszeit. Heute ist sie oft eine Strategie – bewusst eingesetzt im hyper-kompetitiven Kampf um Aufmerksamkeit. Aber die Waage kippt zunehmend zugunsten des Risikos:
Das Potenzial für echten, bleibenden Schaden ist enorm gewachsen.
Wer geschickt ist, nutzt kurze Provokationen und lenkt schnell auf positives oder echtes Talent um. Die Mehrheit überschätzt ihre Kontrolle über das Narrativ und fällt auf die Tücken der Social-Media-Dynamik herein.
Es ist fast wie eine neue Evolutionsstufe:
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Nur die schlausten „Bad Boys and Girls“ überleben im Dschungel der Online-Welt – oder besser gesagt, die, die schnell provozieren und noch schneller wieder verschwinden wie Ninja-Katzen auf einem heißen Dach.
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Letztlich zeigt uns die Geschichte der „schlechten Presse“ eins ganz klar: Technologie verändert nicht nur, wie wir kommunizieren, sondern auch, wie wir uns selbst und unsere Fehler sehen. Vielleicht ist es an der Zeit, sich daran zu erinnern, dass echte Substanz wichtiger ist als jeder noch so dramatische Shitstorm. Und manchmal hilft auch ein guter alter Tee – ganz ohne Livestream.
Danke, dass ihr mich auf dieser humorvollen Reise durch Mediengeschichte und digitale Aufmerksamkeitsökonomie begleitet habt! Bleibt kritisch, bleibt lustig – und denkt daran:
Nicht jede schlechte Presse verdient eure Zeit.
Meine sehr verehrten Damen und Herren und meine lieben Freunde und Freundinnen, das soll es für heute und in aller Kürze gewesen sein.
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Bitte, besuchen Sie meinen Blog. Und wenn Ihnen der eine oder Beitrag gefällt, dann versehen Sie ihn bitte mit einem Like und geben Sie den Link an Bekannte und Freunde weiter. Ich weiß, diese Bitte haben viele Kollegen und Kolleginnen und meistens ist mehr als lästig aber anders können wir unsere Blogs leider nicht finanzieren. Reichtümer erwerben damit sowieso nicht und ich bin mehr denn je auf Eure und Ihre Unterstützung angewiesen.
Ich habe mir erlaubt, am Schluss dieses Video Beitrages mein Spendenkonto einzublenden und ich bin für jede Ihrer oder Eurer Zuwendung sehr dankbar und sie auch noch so klein.
Deutschland, Deutschland über alles, über alles wächst mal Gras. Ist das Gras so’n Stück gewachsen, frisst’s ein Schaf und sagt: Das war’s.
Na denn, meine sehr verehrten Damen und Herren und liebe Freunde, denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, ich kann nicht mehr die Augen schließen und meine heißen Tränen fließen. Deutschland hat ewigen Bestand, es ist ein kerngesundes Land! Mit seinen Eichen, seinen Linden werde ich es immer wiederfinden.
Das war ein Auszug aus den Nachtgedanken von Heinrich Heine …
Na denn – ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, einen schönen Abend und gute Nacht und bleiben Sie gesund!
Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
Gerhard-Stefan Neumannis a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).
Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe …“
G. B. Shaw
„Der Arzt am Scheideweg“, 1
(Dr. Ridgeon)
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Ein Film Von Gerhard-Stefan Neumann ►
Stephanie Neumann ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
Das Nürnberger Christkind absolviert bis Heiligabend an die 150 Termine und erfreut dabei nicht nur „Groß“ wie „Klein“ sondern gibt auch behinderten und kranken Menschen, Trost, Wärme und Zuversicht. Es ist einer der anstrengendsten, aufregendsten und härteren aber auch schönsten „Jobs“, den die Frankenmetropole Nürnberg alle zwei Jahre zu vergeben hat; ein Job auf Zeit und natürlich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Außerdem ist er weniger ein Beruf als vielmehr eine „Berufung“. Die für diese Tätigkeit in Frage kommenden Aspirantinnen müssen mindestens sechzehn Jahre jung und dürfen höchstens neunzehn Jahre alt sein. Gute Fitness und absolute Schwindelfreiheit wird vorausgesetzt.
Ein fachkundiges und kompetentes Kuratorium wählt die Kandidatinnen nach Ausstrahlung, Charme, Esprit, Schulbildung, Schönheit und Sprachkenntnissen aus. Ein bis zwei Fremdsprachen sollten es schon sein, denn schließlich wird das „Nürnberger Christkind“ die Stadt nach seiner offiziellen „Amtszeit“ als Botschafterin in aller Welt vertreten. Die Wahl des „Nürnberger Christkindes“ erfolgt seit 1969 absolut demokratisch, denn die Bürgerinnen und Bürger haben ein „amtlich-verbrieftes“ Mitspracherecht.
Das Christkind der Jahre 2001/2002 war die bildhübsche Marisa Sanchez (das erste Nürnberger Christkind mit inzwischen hinreichend bekannten Migrations-Hintergrund) eine in Nürnberg geborene Tochter spanischer Eltern. Über ihre „Berufung“ gab es erhebliche, teilweise kontrovers geführte Auseinandersetzungen; schließlich gelten die „Peterlesboam“ und „Peterlesmadlas“ als ziemlich bodenständig und allem Neuen gegenüber nur wenig aufgeschlossen.
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann ►
Nürnberg (gsn) – Die Frankenmetropole Nürnberg zählt anfangs des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu den wohl interessantesten und herausragendsten Großstädten in Europa. Nach den verheerenden Zerstörungen des furchtbaren Zweiten Weltkrieges war die Innenstadt zu mehr als neunzig Prozent zerstört. Die Architekten des Wiederaufbaus sprechen inzwischen schon von einem „Total-Verlust“. Das ehemalige „Schatzkästlein des Deutschen Reiches“ hat für die eigenen politischen Irrtümer und die der deutschen Nation einen sehr hohen Preis bezahlt.
Das Synonym „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt …“ könnte, wäre es nicht so makaber, in der Trümmerlandschaft des Nürnberger Hauptmarktes entstanden sein.Der Wiederaufbau Nürnbergs dauerte gut fünfzig Jahre und war eigentlich erst 1989 endgültig abgeschlossen, als die Baumeister den letzten noch fehlenden Reichsadler auf der Kaiserburg ersetzen konnten.
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Wirtschaftlich boomte in jenen Gründerjahren die große Stadt in der nordbayerischen Provinz. Firmen wie „AEG“, „MAN“, „Nürnberger Versicherung“ (Werbeslogan: Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg), „Siemens“ und „Triumph-Adler“ gaben den Menschen nicht nur einen guten Lohn und damit reichlich Brot, sondern sorgten auch für viel Glanz und Gloria und einen immer gut gefüllten Stadtsäckel. Wenn wir in diesem Zusammenhang von der Frankenmetropole Nürnberg sprechen, meinen wir auch die Städte Erlangen und Fürth. Denn dieses Städtedreieck ist untrennbar miteinander verbunden und zumindest wirtschaftliche gesehen, schon längst ein regionales in sich geschlossenes Gebiet. Nur, die Politik und die Politiker scheinen das noch nicht ganz begriffen zu haben. Unternehmerpersönlichkeiten wie Karl Diehl, Max Grundig, Gustav Schickedanz und der „Eiskönig“ Theo Schöller prägten zu ganz wesentlichen Teilen die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland.
Nicht vergessen werden soll auch der Fürther Wirtschaftsprofessor Ludwig Erhard. Sein Name ist untrennbar mit dem Wirtschaftswunder Deutschland in der Nachkriegszeit verbunden. Als Gründungsmitglied der „Gesellschaft für Konsumforschung“ (GfK) legte er den eigentlichen Grundstein für die heutige „Informations- und Kommunikationsindustrie“ (IuK) in Nürnberg und der Region Mittelfranken.
„… an der Grenze zwischen Ost- und Westeuropa versucht die Frankenmetropole den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Modernisierung …“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
In der Region Mittelfranken mit dem Städtedreieck Nürnberg, Erlangen, Fürth leben rund 1,75 Millionen Menschen und sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 45 Milliarden EURO. Damit gehören die drei Städte zu den größten und erfolgreichsten Ballungszentren in der Bundesrepublik Deutschland. Das höchste Bürogebäude (ein höchst unansehnlicher und absolut hässlicher Betonklotz) im Freistaat Bayern steht übrigens nicht etwa in München, wie man leicht vermuten könnte, sondern in Nürnberg und es gehört der „Nürnberger Versicherungsgruppe“ – und er sorgt noch immer für jede menge Ärger in der (Haupt) Stadt der fränkischen Eingeborenen. Die drei größten Arbeitgeber in der Region Mittelfranken sind die Siemens AG mit etwa 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gefolgt von Karstadt-Quelle mit etwa 10.000 und der Herzogenauracher Wälzlager Gruppe INA mit rund 8.500 Beschäftigten. Letztere wurde kürzlich in einer nicht gerade freundlichen Übernahme von dem Schweinfurter Wälzlager Konzern Kugelfischer FAG geschluckt und sorgte bei den braven und biederen Mittelfranken für reichlich Aufregung und helle Empörung.
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
In Herzogenaurach sind auch die beiden äußerst erfolgreichen Sportartikelhersteller „Adidas“ und „Puma“ zu Hause. Sie bringen es beide auf Umsätze in Milliardenhöhe und beschäftigen in der Region geschätzte 3.000 Menschen. Ein großes „Sorgenkind“ ist nach wie vor das Fürther Traditionsunternehmen „Grundig AG“. Gerade noch rund fünftausend Arbeitsplätze stellt der Unterhaltungselektronikkonzern der Region und den Menschen zur Verfügung und jedes Jahr werden es klammheimlich ein paar hundert weniger. Der Strukturwandel hat seit Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch die Region Mittelfranken nicht verschont. Allein im Städtedreieck Nürnberg, Erlangen, Fürth sind in der feinmechanischen Industrie – vorsichtig geschätzt – rund 40.000 Arbeitsplätze verlorengegangen; in der ganzen Region Mittelfranken waren es im gleichen Zeitraum rund 100.000 Arbeitsplätze. Zwar wurden im gleichen Zeitraum im weiten Feld des Bereiches „Dienstleistung“ 150.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, aber gleichwohl muss gesagt werden, dass nicht jeder Feinmechaniker z. B. ein guter und geeigneter Call Center Agent ist, vor allem nicht zu den Konditionen, die in dieser Branche im allgemeinen geboten werden.
Insgesamt gesehen liegt die Region Mittelfranken in Sachen Arbeitslosigkeit so schlecht nicht, zumindest nicht im direkten Vergleich mit anderen westlichen Bundesländern. Legt man allerdings die Zahlen der bayerischen Arbeitslosenstatistik zugrunde, dann „dümpeln“ die Mittelfranken immer noch am Ende der Tabelle.
„…von all dem wissen unsere Kinder und die Touristen aus aller Welt die Jahr für Jahr in die große nordbayerische Metropole strömen, naturgemäß nichts oder zumindest nicht sehr viel …“
In wenigen Tagen ist es nun wieder soweit:
„Das Christkind lädt zu seinem Markt ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein.“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Mit dem Schlusssatz des feierlichen Prologs wird das Nürnberger Christkind in schwindelnder Höhe von der Empore der Frauenkirche am Hauptmarkt zu Nürnberg „seinen“ traditionellen Weihnachtsmarkt eröffnen. Gut zwanzig nationale und internationale TV-Stationen werden „live“ über Satellit von diesem Ereignis berichten. Damit ist denn auch die Frankenmetropole Nürnberg im wahrsten Sinne des Wortes „wieder in aller Munde“ und zwar mit Glühwein, Lebkuchen und „Nermbärcher Bratwerscht“. Sollte sich auch noch der „Club“, der „1. FCN“ mit einem halbwegs achtbaren und vor allem sicheren Tabellenplatz in die verdiente Winterpause verabschiedet haben, kann das Christkind gerne kommen – zumindest für die Kinder und die fränkischen Fußballfans. „… das Christkind lädt zu seinem Markt ein …“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Den weltbekannten Nürnberger Christkindlesmarkt gibt es nunmehr seit über 384 Jahren und seit 1948 wird der klassische Prolog von der Empore der Frauenkirche aus gesprochen. Das erste und inzwischen leider verstorbene Nürnberger Christkind war die fränkische Volksschauspielerin Sophie Keeser. Damals wie heute zieht der unvergleichliche Markt die Menschen in seinen Bann und öffnet ihre Herzen. Wenn am 24. Dezember dieses Jahres die Lichter in der Buden Stadt am Nürnberger Hauptmarkt erlöschen, haben nicht nur etwa zwei Millionen Menschen den Christkindlesmarkt und die Stadt Nürnberg besucht, sondern Millionen Menschen in der ganzen Welt über Internet und Satellit an diesem Medienereignis teilgenommen.
Auch der Kämmerer der Frankenmetropole wird über die eine oder andere EURO Million in seinem Stadtsäckel froh sein; denn das ist er auch, der Nürnberger Christkindlesmarkt – ein gigantisches Wirtschaftsunternehmen. Bleiben die Besucher aus, zum Beispiel aus der Furcht vor Terror-Anschlägen, so geht es dem Markt im wahrsten Sinne des Wortes finanziell „an den Kragen“.
„… Nürnberg oder Augsburg – der Historikerstreit um den ältesten Markt …“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
In den vergangenen Jahren hat der Nürnberger Christkindlesmarkt mächtig Konkurrenz bekommen. Jede größere deutsche Stadt, die es sich leisten kann und die halbwegs etwas auf sich hält, richtet für ihre Bürgerinnen, Bürger und Besucher einen eigenen Weihnachtsmarkt ein Sprichwörtlich aus allen Wolken fielen vor einigen Jahren die Stadtoberen der Schwabenmetropole Augsburg, als ein „findiger und äußerst übereifriger“ Historiker entdeckte, dass der „hauseigene“ Weihnachtsmarkt „mindestens“ 160 Jahre älter sei, als der Nürnberger Christkindlesmarkt. Zwar sprechen die Augsburger Archive „nur“ von einem sogenannten „Lebkuchenmarkt“ – aber immerhin. Flugs mussten alle bereits gedruckten Werbeplakate überklebt und die bereits vorhandene Werbestrategie entsprechend geändert werden. Die ganze Aktion kostete die Augsburger Steuerzahler mindestens 25.000 EURO – natürlich „ergebnisoffen“. Inzwischen hat sich die Begeisterung in der Stadt der Fugger wieder gelegt und eine allgemeine Ernüchterung ist eingetreten. Schließlich bringt es der Augsburger Weihnachtsmarkt gerade mal auf 500.000 Besucher und auf eine höhere Anzahl von Menschen ist die schöne Stadt am Lech auch aus rein logistischen Gründen gar nicht eingerichtet.
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Im Übrigen ist der Augsburger Weihnachtsmarkt aber „intimer und beschaulicher“ als sein berühmtes Gegenstück in Nürnberg. Schon das städtebauliche Ensemble mit dem wunderschönen Rathaus des berühmten Augsburger Stadtbaumeisters Elias Holl, dem Perlachturm und den herrlich wieder aufgebauten Patrizierhäusern rund um den Augsburger Rathausplatz sprechen für sich. Der Augsburger Ex-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher sagte einmal in einem ähnlichen Zusammenhang, „immer dann wenn er von seinem Amtszimmer auf den Rathausplatz hinunter sieht, meine er, seine Stadt läge im nördlichen Italien.“ Der Autor und die Redaktion empfehlen daher allen interessierten Leserinnen und Lesern doch gleich beide Weihnachtsmärkte zu besuchen. Schließlich liegen beide Städte recht nah beieinander und so ganz nebenbei lernen Sie die beiden faszinierendsten und schönsten Städte des deutschen Mittelalters höchstpersönlich kennen und vielleicht sogar lieben.
„… die Beschriftung dieser Spanschachtel gilt derzeit als ältester Nachweis der Existenz des Nürnberger Christkindlesmarktes …“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Doch zurück zum Nürnberger Christkindlesmarkt und zu unserem Beitrag. Es gilt inzwischen unter Historikern als gesichert, dass der Christkindlesmarkt auf das Jahr 1530 zurückgeht. In den bisher noch nicht publizierten Briefen des Nürnberger Ratsherren und Humanisten Willibald Pirckheimer (1470 – 1530), welche die Heidelberger Historikerin Helga Scheible bearbeitet, heißt es, die Nonnen aus dem Kloster Bergen nahe dem fränkischen Hersbruck hätten im Advent „nach Gewürzen von dem Markt“ geschickt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war hier die Rede vom Nürnberger Markt. Im Jahre 1628 wurde auf dem Boden einer neunzehn Zentimeter langen, ovalen und mit Blumen bemalten Spanschachtel aus Nadelholz diese mit schwarzer Tinte geschriebene Inschrift gefunden: „Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin (oder Elbsin) zum Kindles-Marck überschickt 1628.“ In dieser Schachtel befinden sich zwölf Seidenstränge unterschiedlicher Stärke, die den originalen Inhalt darstellen. Sie wurde wohl 1628 auf dem Markt samt Inhalt angeboten. Diese Schachtel befindet sich heute im Besitz des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg; die Beschriftung der Spanschachtel gilt derzeit als ältester Nachweis der Existenz des Nürnberger Christkindlesmarktes.
Der Altdorfer Universitätsprofessor Christoph Wagenseil nennt in der zweiten, lateinisch gedruckten Stadtgeschichte im Jahre 1697 „De … civitate Norimbergensis commentatio …“ den Christkindlesmarkt. Er bezeichnet ihn als „Christkindleinsmarck“.
„… neue Veranstaltungen rund um den Hauptmarkt ergänzen das Angebot …“
Den vielen großen und kleinen Besuchern des Nürnberger Christkindlesmarktes werden geschichtliche Ereignisse sicherlich nicht so wichtig sein; da sind die vielen süßen und verführerischen Leckereien schon wichtiger:
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Den „Nürnberger Christkindlesmarkt Glühwein“ gibt es inzwischen schon für die Kleinen in einer alkoholfreien Version und der Duft der berühmten Nürnberger Bratwürste ist genau so verlockend, wie die leckeren Lebkuchenherzen. Ob es die anlässlich des 950. Stadtjubiläums gegründete „Nürnberger Kinderweihnacht“ und das „Sternen Haus“ am Hans-Sachs-Platz auch in diesem Jahr noch einmal geben wird, stand bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Bitte fragen Sie Ihr Reisebüro oder schauen Sie im Internet nach. Die Adresse finden Sie am Ende dieses Beitrages.
„… ohne das Christkind geht absolut nichts …“
Nürnberg ► Das Christkind lädt zu seinem Markt ein ► Von Gerhard-Stefan Neumann
Eine unmittelbar am Geschehen Beteiligte ist in jedem Falle ganz besonders wichtig und ohne sie läuft überhaupt nichts – das Nürnberger Christkind. Es ist in diesen Wochen die uneingeschränkte Königin des Nürnberger Christkindlesmarktes und keiner anderen fliegen in diesen Tagen die Herzen der „Kleinen“ und der „Großen“ mehr zu, als ihr. Und um es gleich vorwegzunehmen, das Nürnberger Christkind ist kein Rauschgoldengel, sondern ein liebenswürdiges Mädchen als Christkind verkleidet. Diesen Traumjob gibt es, wie bereits erwähnt, nur in der Frankenmetropole Nürnberg; es ist eine Tätigkeit auf Zeit und ausschließlich jungen Damen im Alter von sechzehn bis neunzehn Jahren vorbehalten.
Über die örtlichen Medien können sich die Mädchen mit Bild und Lebenslauf bewerben, vorausgesetzt, dass sie das „richtige“ Alter haben, mindestens 160 cm groß und absolut schwindelfrei sind. Über eine gute Fitness sollten sie auch verfügen, denn immerhin gilt es, weit über einhundert öffentliche Auftritte zu absolvieren, Rundfunk und Fernsehtermine nicht eingeschlossen.
Ist das Christkind dann endlich in Amt und Würden, geht der Stress auch schon los:
Kostümprobe, Maskenprobe, Sprech- und Stimmprobe und viele Pressekonferenzen. Die Hauptlast der „Inthronisation“ des Christkindes tragen die Masken- und Kostümbildner der Städtischen Bühnen Nürnberg. Dafür, dass das Christkind auch „stimmlich“ gut rüber kommt, sorgt das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks. Allein der technische Aufwand ist riesig. Und, das Christkind wird „herumgereicht“. Zum Glück hat es ein eigenes „Christkind-Mobil“ nebst Chauffeur und wird es einmal zeitlich ganz eng kann auch auf eine polizeiliche Eskorte zurückgegriffen werden. Mit einem Model Wettbewerb unserer Tage hat das Auswahlverfahren nichts zu tun; ein Nürnberger Christkind muss neben Ausstrahlung, Charme, Esprit auch eine ganze Menge Köpfchen haben. Die Kids unserer Tage können auch ein „Christkind“ ganz schön beanspruchen und manchmal mit ihren Fragen sogar ins „Schwitzen“ bringen. Das Christkind in spe muss nicht unbedingt in Nürnberg geboren sein, in jedem Fall aber schon längere Zeit hier wohnen. Die „Amtszeit“ des Christkindes beträgt genau zwei Jahre, danach vertritt es als Botschafterin die Stadt in aller Welt. Und, aus allen „Christkindern“ der Frankenmetropole ist auch in beruflicher Hinsicht bislang immer etwas geworden. Übrigens:
Die Nürnberger Christkinder sind während ihrer „Amtszeit“ vom Schulunterricht befreit – nicht aber vom Lehrstoff; den müssen sie alle in kürzester Zeit nachholen. Darum aufgemerkt, auch ein Christkind muss lernen …
Anreise:
Stephanie Neumann ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
Die Frankenmetropole Nürnberg ist von vielen Großstädten aus umsteigefrei per ICE, IC/EC und IR leicht und kostengünstig zu erreichen. In vielen Tickets, speziell für den Christkindlesmarkt, sind die Kosten für öffentliche Verbindungen wie Bus, Straßen- und U-Bahn bereits enthalten. Fragen Sie bitte in Ihrem Reisebüro oder bei der Bahn AG nach. Vom Hauptbahnhof Nürnberg fahren Sie mit der „U 1“ in Richtung Fürth ; an der ersten Haltestelle „Lorenzkirche“ steigen Sie aus und folgen der Wegbeschreibung. Bis zum Christkindlesmarkt sind es dann nur noch wenige Minuten.
Hotelbuchungen:
Stephanie Neumann ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
Nürnberg verfügt über eine ausreichende Zahl an Gästebetten in allen Kategorien. Allerdings sollten Sie frühzeitig buchen. Zahlreiche Veranstalter verfügen über entsprechende Arrangements. Autofahrern wird dringend empfohlen, frühzeitig „P + R“ Parkplätze aufzusuchen und öffentliche Beförderungsmittel zu benutzen. Im unteren Feld der Fahrkartenautomaten finden Sie die Hinweise für „Tages- und Familienkarten“. Im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth gilt die Preisstufe „2“. Die Verbindungen sind in Nürnberg sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Allerdings hier schon der dringende Rat: Lassen Sie bitte auf keinen Fall irgendwelche Wertgegenstände im Auto liegen!
Essen und Trinken:
„Nermbärcher Bratwerscht“ und „Glühwein“ bekommen Sie überall rund um den Christkindlesmarkt, ebenso die sattsam bekannten Fastfood Ketten europäischer und amerikanischer Marken. Wenn Sie es „fränkisch“ mögen, empfehlen wir unter anderem:
Bratwurstglöcklein im Handwerkerhof am Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt,
Bratwurstglöcklein an der Sebalduskirche (Rathausplatz 1),
Bratwurst Röslein am Rathausplatz 6,
Das Goldene Posthorn, Glöckleinsgasse 2,
Das Restaurant im Heilig-Geist-Spital in unmittelbarer Nähe des Christkindlesmarktes. Im Übrigen können Sie in Nürnberg die kulinarischen Spezialitäten (fast) aller Kulturkreise probieren und genießen. Konsultieren Sie bitte Ihren Reiseführer.
Sicherheit:
Stephanie Neumann ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
Die Frankenmetropole Nürnberg zählt zu den sichersten deutschen Großstädten und die Sicherheitsbehörden haben gerade bei Großveranstaltungen ein besonders wachsames Auge auf ihre „Kundschaft“. Dennoch können die Beamten nicht überall sein und oft genug haben die Täter wirklich ein „leichtes“ Spiel. Gerade zur Mittagszeit oder zu Beginn der Dämmerung haben sogenannte „Beutelschneider“ Hochkonjunktur. Ohne dass die Passanten überhaupt etwas merken, schneiden oder schlitzen diese Herrschaften ruckzuck Taschen jeder Art auf.
Deshalb:
Legen Sie Ihre Geldbörse weder in den Einkaufskorb oder –wagen, noch oben auf die Einkaufstasche. Tragen Sie Geld, Papiere und sonstige Wertsachen stets in den „verschlossenen Innentaschen“ Ihrer Kleidung, im „Brustbeutel“ oder in einer „Gürtelinnentasche“. Lassen Sie Ihre Tasche in Restaurants, im Kaufhaus oder bei der Anprobe in Umkleidekabinen nie unbeaufsichtigt. Üben Sie auch äußerste Vorsicht beim Bezahlen mit Scheckkarten: Wenn die Geheimzahl ausgespäht ist, wird die Karte zu einem besonders wertvollen Diebesgut. Nehmen Sie möglichst gar keine Handtaschen mit, sondern benutzen Sie die eben erwähnten Brustbeutel. Frauen sollten das Geld unbedingt Begleitern mit sicherer Innentasche anvertrauen. Verzichten Sie so weit es immer geht auf den Einsatz von Scheck- oder Kreditkarten. Nehmen Sie nur soviel Geld wie nötig mit. Sollten Sie dennoch auf dem Christkindlesmarkt bestohlen worden sein, dann wenden Sie sich „sofort“ an den nächsten Budenbesitzer und bitten ihn, die Polizei zu verständigen. Es gibt diesbezüglich eine freiwillige Übereinkunft zwischen der Stadt Nürnberg, den Budenbesitzern und der Polizei. Warten Sie unbedingt vor Ort auf das Eintreffen der Beamten! Öffnungszeiten des Christkindlesmarkt Nürnberg 2020 (Unter Vorbehalt):
Montag – Mittwoch 9.00 – 20.00 Uhr
Donnerstag – Samstag 9.00 – 21.00 Uhr
Sonntag 10.30 – 20.00 Uhr
24.12. Heiligabend 9.00 – 14.00 Uhr
Eröffnung: 30. November 2020 14.00 Uhr (Unter Corona Vorbehalt)
Stephanie Neumann ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
Gerhard-Stefan Neumannis a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).
Die Katze des Botschafters ► eine erotische Erzählung von Gerhard-Stefan Neumann ►
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